Anleitung zum glücklichsein- Teil2

Aktualisiert: vor 5 Tagen


Schön, dass Du Dir die Zeit für diesen Artikel nimmst.

Hast Du die Challenge der letzten Woche angenommen und Deine Gedanken beobachtet?

Wenn ja, welche Art von Gedanken sind Dir begegnet?


Bei mir tauchte z.B., recht häufig mein innerer Kritiker auf. Wenn ich etwas besonders gut machen wollte und es mir viel Freude bereitete, wie z.B. das Erstellen von Erklärvideos, kamen solchen Gedanken auf wie

Meinst du, dass die Welt auch noch diesen Beitrag braucht? Es gibt doch schon so viele, die das gleiche machen und teilweise noch viel besser als du. Ist doch nur verschenke Zeit!“


Ich muss schon sagen, dass diese Gedanken meine ganze Freude in kürzester Zeit zu Nichte machten. Ich fühlte mich von einer Sekunde auf die andere einfach nur schlecht. Ich beobachtete meine Gedanken jedoch weiter und schrieb sie mir fleißig auf. Im Laufe der Woche stellte ich fest, dass der "Quasselhannes" in meinem Kopf ziemlich aktiv und gut aufgestellt ist.

Welchen Effekt ich phänomenal fand, war, dass ich schon beim bloßen Beobachten meiner Gedanken einen Abstand zu ihnen aufbaute. Ich fühlte mich ihnen auf eine gute Weise nicht mehr ausgeliefert. Ich ging also nicht in den Widerstand mit den negativen Gedanken, sondern hieß sie willkommen und beobachtete sie weiter. Wenn ich bewusst auf meine Befürchtungen schaute, stellte ich fest, dass lediglich eine Sorge dahinter stand - mehr nicht.


Wie alles andere im Leben, hat auch meine Art zu denken eine Entstehungsgeschichte.


Diese sogenannten Gedankenmuster, die uns größtenteils unbewusst sind, haben meistens ihren Ursprung in der Kindheit, denn dort findet die intensivste Prägung für unser zukünftiges Lebens statt.


Wir alle haben das Bedürfnis geliebt, anerkannt, geschätzt zu werden und dazuzugehören. Das sind sozusagen unsere Grundrechte. Ohne sie können wir nicht gedeihen. Je weniger wir davon in unserer Kindheit bekommen, desto größerer Mangel baut sich in uns auf. Diesen versuchen wir ebenfalls unbewusst permanent auszugleichen.

Dabei werden wir erfinderisch und trickreich und tun ziemlich viel dafür um dieses Gefühl zu bekommen. Der Preis ist manchmal sehr hoch und wir verraten dabei unsere Werte und ein stückweit uns selbst. Selbstverständlich ist dieser Mangel unterschiedlich ausgeprägt. Fakt ist, den haben wir aber alle. Genau diesen sollen unsere Mitmenschen doch bitteschön ausgleichen.


Was wir jedoch im Laufe des Erwachsenwerdens nicht gelernt oder trainiert haben, ist, uns selbst dieses Gefühl zu geben. Vor lauter nach Anerkennung und Liebe hinterherlaufen, haben wir den einfachsten Weg vergessen: Den zu uns selbst!


Sich selbst anzuerkennen, uns selbst so anzunehmen und zu lieben, wie wir sind. Nicht perfekt, mit lauter Macken und Fehlern, die aber unsere Einzigartigkeit unterstreichen und uns die eigene wundervolle Note verleihen. Ja, das Thema Selbstliebe… alle sprechen davon, alle wollen diesen Zustand erreichen, aber wie kommt man dort hin?


Nun, es ist wie mit allen anderen Dingen, es braucht Zeit, Geduld und etwas Disziplin. Wenn Du mit einer Sportart anfängst, dann meldest Du Dich sicherlich nicht gleich nach 1 Jahr zur Olympiade an. Du trainierst Schritt für Schritt und siehst nach und nach Deine persönlichen Erfolge.


Wichtig dabei ist, sich nicht zu stark mit anderen zu vergleichen. Anregungen holen; ja! Sich unterstützen lassen; ja! ABER bleibe bitte bei Dir und setze Dich nicht unter Druck.


Ein guter Anfang könnte sein, Deine hinderlichen Glaubenssätze aufzudecken und umzuschreiben. Du brauchst dafür keinen Masterplan. Fange an nur für eine kurze Zeit am Tag in Deiner durchgetakteten Welt stehen zu bleiben. Beobachte, welche Gedanken von DEINEM "Quasselhannes" kommen und was sie mit Dir machen.

Schreibe die negativen Gedanken auf. Schaue genauer hin. Frage Dich; was Dir im schlimmsten Fall passieren könnte? Formuliere die negativen Gedanken in positive Aussagen um.


  1. Beispiel der Gedanken: "Ich bin nicht gut genug für diese Aufgabe."

  2. Schreibe auf, wofür Du denkst nicht gut genug zu sein. Spiele diese Sorge bis zum Ende durch. Was wäre das Allerschlimmste? Schreibe alle Sorgen dazu auf. Beispiel: "Mein Chef könnte unzufrieden mit dem Ergebnis sein." oder "Meine Kollegen werden über mich reden, wenn ich die Aufgabe nicht gut meistere"

  3. Formuliere nun Deine negativen Gedanken schriftlich um. Beispiel:

  • Ich bin dankbar für meine neue Aufgabe

  • Auch wenn ich noch Respekt vor der Aufgabe, ich werde mit meiner Aufgabe wachsen.

  • Ich werde mein Bestes geben. Ich habe diese Chance verdient.

  • Wenn ich nicht weiterkomme in meiner Aufgabe, dann werde ich offen mit meinem Chef und allen Beteiligten darüber sprechen und nach neuen Lösungen suchen.

  • Ich erlaube mir nicht perfekt sein zu müssen. Ich kenn jedoch meine Qualitäten und Stärken und genau diese werde ich für meine neue Aufgabe einsetzen.

Auch wenn Du das alles selbst noch nicht glaubst, was Du da aufgeschrieben hast, je öfter Du die positiven Sätze wiederholst, um so schneller wirst Du daran glauben und Dich entsprechend fühlen.


Bitte nimm Dir anfangs nur wenige Sätze zur Umprogrammierung deiner Glaubenssätze vor. Verinnerliche Dir 3 Wochen lang 2 x täglich (jeweils morgens und abends) die umformulierten Sätze. Du wirst sehen, dass sich Deine Gedanken im Alltag dazu verändern und Du Dich in bestimmten Situationen neu verhältst.


Wie Du weißt, positive Gedanken wirken sich positiv auf Deine Zellen aus.

Wenn es Dir gut geht, wirst Du dieses Gefühl ganz automatisch und ohne Anstrengung ausstrahlen. Mit dieser positiveren Ausstrahlung wirst Du genauso automatisch Positives in Dein Leben ziehen.

Wie schon in Teil 1 beschrieben, soll das keine Anleitung sein, grundsätzlich negative Gefühle zu unterdrücken. Es ist eine von sicherlich vielen Möglichkeiten, wie Du bewusst aus dem negativen Gedankenstrom aussteigen kannst.


Hier noch weitere Tipps für mehr Wohlbefinden:

  • Meditiere, auch wenn es zunächst nur 5 Minuten am Tag sind.

  • Lebe mehr Dankbarkeit. Überlege Dir, wofür Du in Deinem Leben dankbar bist?

  • Folge stärker Deiner Energie: Was bring Dir Freude, Begeisterung, also was gibt Dir Energie?

  • Lache, gehe in die Natur

  • Hilf anderen Menschen

  • Mache Sport, der Dir Spaß macht

  • Höre Musik, die Du magst,

  • Achte auf Deine Ernährung

  • Verbringe mehr Zeit mit Menschen, die Dir gut tun

Also, worauf wartest Du noch? Lebe die Veränderung!


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