Zeit für die Innenschau!- Die Rauhnächte

Aktualisiert: 20. Dez 2020


Der Winter eignet sich hervorragend um die Aufmerksamkeit nach innen zu richten und Inventur zu machen! Was gilt es loszulassen, damit Neues entstehen kann? Und was soll das Neue sein? Schon mal etwas von den Rauhnächten gehört? ✨

Zunächst etwas zum Hintergrund:


„Die Rauhnächte“ ist ein Jahrhunderte alter Brauch, der lt. Überlieferung für die Germanen und die Kelten bedeutsam war. Die Rauhnächte dienten ihnen als Orakel für die "Wettervorhersage" des kommenden Jahres, da das Wohlergehen der Menschen und Nutztiere stark vom Wetter abhängig war. Um darauf Einfluss nehmen zu können, wurden in den besonderen 12 Wintertagen (in den sogenannten Rauhnächten) die Häuser ausgeräuchert um sich vor Dämonen zu schützen und zugleich Botschaften aus der „anderen Welt“ zu empfangen, die Vorhersagen für die Zukunft enthielten.


Dieser Brauch ist nicht ganz in Vergessenheit geraten und wird in unserer Zeit als Innenschau in Form eines Rückblicks auf das alte Jahr und als Vorschau auf das kommende Jahr genutzt. Durch einen bewussten Umgang mit den Rauhnächten hast du die Möglichkeit, aktiv das kommende Jahr zu beeinflussen und positiv darauf einzuwirken.


Wie schrieb schon Joachim Ringelnatz: „Ach, überall spüre ich geheimnisvolle Beziehungen zwischen Einst und Jetzt.“


Achte in dieser Zeit besonders auf deine Träume, denn man sagt, dass diese Träume im jeweils dazugehörigen Monat in Erfüllung gehen. Es empfiehlt sich, ein Tagebuch zu führen und alles zu notieren, was dir in der Zeit der Rauhnächte widerfährt. Denn alles, was an diesen Tagen geschieht, hat eine ganz besondere Bedeutung, selbst wenn es dir im ersten Moment als bedeutungslos erscheint. Meditationen können in dieser Zeit hilfreich sein, in dem sie deine Achtsamkeit stärken.


Was du dafür brauchst:

  • Räucherwerk wie Räucherstäbchen

  • Notizbuch (als Tagebuch)

  • Stift und lose DINA4-Zettel

  • Kleine leere beschreibbare Zettel (mind. 13 Stück)

  • schönes Kästchen oder ein kleines Säckchen

  • Feuerschale zum Verbrennen von kleinen Mengen Papier

  • Streichhölzer oder Feuerzeug


Start ist der 21.12., die Wintersonnenwende

  • Schaffe eine wohlige und ruhige Atmosphäre

  • Zünde ein Räucherstäbchen an

  • Schreibe auf die losen DINA4-Zettel, was du in diesem Jahr noch loslassen möchtest und verbrenne diese anschließend. Durch das Zerfallen zu Asche wird alles, was du aufgeschrieben und verbrannst hast, symbolisch dem Universum zur Transformation überreicht.

Nachdem du dich von allem Negativen gelöst hast, ist Platz für Neues, Positives. Schreibe nun eine Wunschliste auf lose DINA4-Zettel für das neue Jahr auf. Konzentriere dich in Ruhe auf private und berufliche Vorhaben und Ziele. Übertrage deine wichtigsten 13 Wünsche und Ziele auf jeweils einen Zettel. Jeder Zettel wird am Ende zusammengefaltet und in ein Säckchen oder Kästchen gelegt. Diese Zettel werden dich in den Rauhnächten begleiten.


Start der Rauhnächte ist der 25.12.

Jeder der nun kommenden 12 Rauhnächtetage steht für einen Monat im neuen Jahr. Du beginnst also am 25.12. mit dem Monat Januar. Die Uhrzeit spielt dabei keine Rolle.

Achte darauf, dass du dir ausreichend Zeit einräumst und dir eine schöne Atmosphäre in Stille schaffst.

  • Ziehe mit geschlossenen Augen einen der gefalteten Zettel aus dem Gegenstand, in dem du die Zettel aufbewahrst. Den Zettel NICHT öffnen. Lege ihn zunächst neben die Schale.

  • Nimm nun dein Notizbuch und schreibe dir folgende Dinge auf:

  1. Datum (z.B. 25.12.2020) und dazugehöriger Monat (Januar)

  2. Gedanken, die dir kommen, wenn du deine Aufmerksamkeit auf den ungeöffneten Zettel richtest

  3. Träume der vergangenen Nacht

  4. Alles, was dir im Laufe des Tages besonders erscheint (sei es eine Begegnung, eine Botschaft, ein Ereignis oder eine Eingebung). Sofern du das Ritual am Morgen vollziehst, kannst du auch im Laufe des Tages weitere Notizen hinzufügen.

  • Verbrenne nun den gezogenen Zettel in der Feuerschale, ohne diesen gelesen zu haben. Wenn du einen Kamin hast, eignet sich dieser ebenso gut.

Dieses Ritual wiederholst du 11 weitere, aufeinander folgende Tage, bis nur noch 1 Zettel übrigbleibt.

Den 13. Zettel darfst du am letzten Tag öffnen und lesen. Dieses Thema, ist das Thema, welches du selbst im neuen Jahr angehen, lösen und daran wachsen darfst.

Zum Abschluss der Rauhnächte bedankst du dich bei dem Universum, oder bei dem, was für dich stimmig ist und bittest um Erfüllung deiner 12 Wünsche.


Viel Spaß bei deinen Rauhnächten!



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